Archäologie-Vortrag: Bronzezeitliche Gussformen aus Hösbachit
Weiter verbreitet als gedacht?
Die Herstellung und Verarbeitung von Bronze zählen zu den bedeutendsten technischen Entwicklungen ihrer namensgebenden Ära, der Bronzezeit.
In ihrem Vortrag am 25.09.2026 um 19:30 Uhr im Museum von Franken verbinden Marcel Honeck, Universität Würzburg, und Joachim Lorenz, Karlstein, Archäologie und Technikgeschichte und zeigen auf, welche weitreichende Bedeutung ein unscheinbares Gesteinsvorkommen für das bronzezeitliche Handwerk erlangt hat – und welche Spuren dieses Material bis heute hinterlassen hat.
Wie war das Metallhandwerk organisiert? Welche Werkzeuge standen den Handwerkern zur Verfügung und mit welchen Techniken und Rohstoffen entstanden die vielfältigen Bronzeobjekte?
Der Vortrag gibt zunächst einen Einblick in die Grundlagen der bronzezeitlichen Metallurgie und die Bedeutung des Metallhandwerks. Im Mittelpunkt stehen die Organisation handwerklicher Produktion, die verwendeten Werkzeuge und insbesondere die Herstellung von Bronzeobjekten im Gussverfahren.
Ein besonderes Augenmerk gilt einem kleinen Gesteinsvorkommen bei Wenighösbach in der Gemeinde Hösbach im Spessart. Das dort anstehende Gestein besaß aufgrund seiner besonderen Eigenschaften ideale Voraussetzungen für die Herstellung von Gussformen. Bereits in der Bronzezeit wurde dieses Material genutzt. Gussformen aus dem Wenighösbacher Gestein wurden sowohl bei archäologischen Ausgrabungen als auch als Zufallsfunde in einem Umkreis von bis zu 350 Kilometern entdeckt.
Vortrag: Bronzezeitliche Gussformen aus Hösbachit – Weiter verbreitet als gedacht?
25. September
19:30 Uhr
Eintritt kostenlos
Anmeldung unter: bs@museum-franken.de