Klima in Unterfranken
Bezirksausstellung "Geht Grad° so?" eröffnet

Klimawandel geht uns alle an. Darin waren sich die Podiumsgäste zur Ausstellungseröffnung am 25. März einig.

Eine Ausstellung zeigt verschiedene Informationsstände in einem Raum. Im Vordergrund steht ein Aufbaumodell eines Baumes mit grünen Blättern und einem Korb. Im Hintergrund sind Informationswände in Rot und Weiß sowie eine Person, die sich umschaut.

Bezirkstagspräsident Stefan Funk fragte zwar provokant: „Ist der Klimawandel schon ein Fall fürs Museum?“ Das verneinte er jedoch gleich darauf. Und trotzdem ist das Thema gut im Museum für Franken aufgehoben. Die Wanderausstellung Geht Grad° so? Klima in Unterfranken ist vom 26. März bis 15. November zu sehen und beleuchtet anschaulich, wie sich Klima in Vergangenheit und Gegenwart verändert – und was das für unsere Zukunft bedeutet. Ziel ist es, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und zum eigenen Handeln zu motivieren. „Die Wanderausstellung der Unterfränkischen Kulturstiftung des Bezirk Unterfranken ist in Zusammenarbeit mit dem Museum für Franken – Staatliches Museum für Kunst- und Kulturgeschichte in Würzburg entstanden. 

Museumsdirektor Richard Loibl betonte die historische Dimension des Themas, während Würzburgs zweite Bürgermeisterin Sandra Vorlová die Gäste dazu aufrief, konkrete Impulse für den eigenen Alltag mitzunehmen. 

Dass Klimawandel nicht abstrakt bleiben muss, zeigt die Ausstellung eindrucksvoll: Mit interaktiven Stationen, Experimenten und regionalen Beispielen wird deutlich, wie sehr globale Entwicklungen auch Unterfranken betreffen. „Wir wollen nicht nur zeigen, was ist, sondern auch spürbar machen, was das mit uns zu tun hat“, erklärte Anne Kraft, Leiterin des Sachgebiets „Museen“ beim Bezirk Unterfranken.

Das kann auch schon vor der eigenen Haustür passieren: Kurator und Archäologe Benjamin Spies steuerte ein Paar Gummistiefel als Ausstellungsstücke bei. „Gebraucht habe ich sie beim Unwetter 2023 in Tiefenthal“, seinem Nachbarort, sagte er. Die Matschkruste zeugt noch von dem Einsatz. Die Stiefel stehen exemplarisch für die zunehmenden Extremwetterereignisse. Nasse Füßen braucht Benjamin Spies zukünftig trotzdem nicht zu haben, denn Anne Kraft überreichte ihm auf der Bühne ein neues, sauberes Paar Gummistiefel.

Schauspielerinnen und Schauspieler des Mainfranken Theater Würzburg gaben mit einer szenischen Lesung aus dem Stück „Das Klima – no pressure“  einen Vorgeschmack auf die Premiere am 9. April. Damit umrahmten sie eine kurze Podiumsdiskussion, die Veronika Genslein, stellvertretende Direktorin des Museums für Franken, moderierte.

Schülerinnen und Schüler des Friedrich-List-Gymnasiums in Gemünden wirkten ebenfalls bei der Ausstellung mit. Thomas Ludewig, Volontär beim Bezirk Unterfranken, unterstützte die Teilnehmenden eines W-Seminars dabei, Klimamythen zu untersuchen und in kurzen Videos aufzubereiten. Die fertigen Beiträge sind in der Medienstation zu sehen. 

Nach den Wortbeiträgen hatten die Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, sich die Ausstellung anzusehen und den Abend bei Gesprächen mit Getränken und Häppchen ausklingen zu lassen.

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Eine Gruppe von neun Personen steht in einem Ausstellungsraum mit blauer Wand. Im Hintergrund ist ein Banner mit der Aufschrift "Geht" sichtbar. Alle Anwesenden lächeln und tragen formelle Kleidung. Der Raum hat hohe Decken und ein rustikales Ambiente.
Bei der Eröffnung zur Bezirksausstellung "Geht Grad° so? Klima in Unterfranken"
Museum für Franken
Museum für Franken
Staatliches Museum für Kunst- und Kulturgeschichte
Festung Marienberg
97082 Würzburg
 

 
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