"Nacht der Bandkeramik"

Im Rahmenprogramm der Ausstellung
"Ackern statt Jagen" im Museum für Franken widmete sich am 19.01.2024 die "Nacht der Bandkeramik" ganz dem für Mitteleuropa so spannenden Zeitabschnitt der Linearbandkeramik.

Im Rahmenprogramm der Sonderausstellung „Ackern statt Jagen – Die Linearbandkeramik in Franken“ lud das Museum für Franken in Würzburg am 19. Januar 2024 zur einer „Langen Nacht der Bandkeramik“ ein. Rund 200 Gäste folgten der Einladung, darunter etliche Fachwissenschaftler*innen, aber auch sehr viele Ehrenamtliche und andere Archäologie-Interessierte aus der Region und weit darüber hinaus. Sie alle tauchten an diesem Abend mit einem abwechslungsreichen Programm in die spannende Zeit der Linearbandkeramik ein.

Im Zentrum des Abends standen die Kurzvorträge von drei der renommiertesten Wissenschaftler*innen zur Linearbandkeramik in Mitteleuropa. Zunächst führte Dr. Joachim Pechtl (Universität Innsbruck) in die Zeit vor 7500 Jahren ein und erläuterte die Charakteristika der fränkischen Fundlandschaft. Anschließend beleuchtete Prof. Dr. Silviane Scharl (Universität Köln) die Tausch- und Weitergabenetzwerke der Bandkeramik am Beispiel der Silexrohmaterialien. Im dritten Vortrag setzte Prof. Dr. Detlef Gronenborn (Universität Mainz / Leibniz-Zentrum für Archäologie) den Fokus auf die Genetik der Bandkeramiker, das Ende ihrer Kultur und ihr archäologisches und genetisches Erbe. Abschließend stellten sich die drei Vortragenden in einer Diskussionsrunde nochmals den Fragen des Publikums.

In den 30-minütigen Pausen zwischen den einzelnen Vorträgen konnten sich die Gäste mit leckeren Wraps und Getränken versorgen. Auch die Sonderausstellung „Ackern statt Jagen“ sowie die archäologische Dauerausstellung des Museums konnten besucht werden. Darüber hinaus präsentierten sich verschiedene Institutionen der bayerischen Archäologie mit Infoständen: Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, die „Vorzeitkiste“ der Universität Erlangen, das Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Bamberg und die Gesellschaft für Archäologie in Bayern, welche die Veranstaltung auch finanziell unterstützte.

Neben diesem vielfältigen Angebot nutzten die Gäste aber auch die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, zu netzwerken und zu ratschen. Insbesondere die seltene Möglichkeit zum Austausch zwischen Fachwissenschaftler*innen und Archäologie-Interessierten wurde von beiden Seiten als sehr bereichernd empfunden.

Auf Grund der positiven Resonanz plant das Museum für Franken auch für das kommende Jahr eine „Lange Nacht der Wissenschaft“ zu einem archäologischen Thema.

Tipp: Alle, die bei der Langen Nacht nicht dabei sein konnten, müssen nicht traurig sein, denn die Vorträge können auf unserem Youtube-Kanal nachgeschaut werden!

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